Fachprogramm 2018/2019: Musik

Ihr Projekt ist unser Programm

Sie haben eine Vision, wie man Musik an künstlerischen Hochschulen lehren müsste, statt nur den Alltag zu bewältigen? Wir geben Ihnen den Raum, in Ruhe daran zu arbeiten, wie künstlerische Lehre ihrer Verantwortung für die Absolventen und deren veränderten beruflichen Perspektiven besser gerecht werden kann.

Nutzen Sie diese Möglichkeit. Werden Sie aktiv. Begeistern Sie sich für neue Ideen und initiieren Sie Veränderungen in der Hochschulwelt.

Aus „Man müsste mal“ wird „Wir tun es!“

Als Musikhochschulprofessorin oder Musikhochschulprofessor liegt es unmittelbar bei Ihnen zu definieren wie Sie lehren und lernen wollen. Mit welchen Inhalten sich Studierende, nicht nur in ihrem Hauptfach, auf dem Weg zu einer umfassend gebildeten Musikerpersönlichkeit auseinandersetzen sollten.

Konkrete Projektentwicklung, kollegialer Austausch, frische Impulse

fM – für Musik: vier Programm-Module, ein Jahr Zeit für Ihr Projekt

Nutzen Sie die Chance, andere an Ihrem Projekt teilhaben zu lassen. Entwickeln Sie Ihre Ideen gemeinsam mit Köpfen aus unserem Netzwerk das entscheidende Stückchen weiter. Um Ihnen die Kategorisierung Ihrer Ideen zu erleichtern, haben wir einige Förderschwerpunkte definiert, denen sich Ihr Vorhaben idealerweise zuordnen lässt.

  • Lehrinnovationen
  • strategische Hochschulentwicklung
  • Digitalisierung
  • Didaktik der künstlerischen Hochschullehre
  • Studienreformprojekte
  • Implementierung neuer Konzertformate in den Hochschulregelbetrieb
  • Überfachliche Zusammenarbeit/Vernetzung

Warum, für wen, wann und Wie

Alles, was Sie über fM wissen müssen …

Ziel des Seminarprogramms fM ist es, den Teilnehmern die Möglichkeit zu bieten, ihr eigenes Projekt im produktiven Austausch mit anderen Seminarteilnehmern zu entwickeln.  Ihr Thema bildet Ihren persönlichen roten Faden im Programmverlauf und ist Ihre Reflexionsgrundlage für die Programmangebote. Ihre Erfahrungen, Fragen und Herausforderungen werden im Programmverlauf eingebunden und bieten allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen eine Diskussions- und Lernmöglichkeit.
Der damit verbundene Austausch stärkt Kooperation und Netzwerkbildung gleichermaßen.

Ort der Veranstaltungen ist das Seminarzentrum Gut Siggen der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Aus Erfahrung wissen wir, dass die Umsetzungswahrscheinlichkeit einer Idee mit der Verankerung in der Bildungseinrichtung einhergeht. Jedes Bewerberteam sollte darum aus drei Personen bestehen, die jeweils einen dieser Personenkreise repräsentieren:

  • Hochschulleitung und leitenden Funktionen im Bereich Studium und Lehre.
  • Professorinnen und Professoren und festangestellte Mitarbeiter der künstlerischen Lehre (darunter sind auch Lehrende aus Musiktheorie/-wissenschaft etc. zu verstehen, wenn sie mit Studierenden der künstlerischen Hauptfächer direkt zu tun haben).
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen strategische Hochschulentwicklung, Lehrentwicklung, Qualitätsmanagement und Karrierezentren.

Nach vorheriger Rücksprache ist eine Bewerbung von Einzelpersonen allerdings ebenfalls möglich.

Sie können Ihr Interesse an einer Teilnahme direkt an uns richten oder Sie werden uns vom Präsidium Ihrer Hochschule vorgeschlagen. Ein dritter Weg führt über die Nominierung durch das Alumninetzwerk der Akademie Concerto21.
Bitte verwenden Sie zur elektronischen Einsendung Ihrer Unterlagen den Bewerbungsbogen Lehren Fachprogramm

und fügen die dort gefragten Anlagen bei.

Die Auswahl trifft eine Kommission von Bündnis Lehren, gegebenenfalls unter Hinzuziehung weiterer Fachgutachten. Bei Rückfragen zum Programm oder sonstigem Beratungsbedarf hinsichtlich Ihrer Projekte sind Sie herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden.


fM kurz und knapp

Die maximale Anzahl der teilnehmenden Personen ist auf 20 begrenzt.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Reisekosten sind selbst zu tragen.
Bewerbungsschluss ist der 1. April 2018.

1 Jahr, 4 Veranstaltungen

Informationen zu den 4 Einzelseminaren

Perspektiven auf künstlerische Lehre in der Musik

Die künstlerische Lehre wirkt in der Hochschule auf mehreren Ebenen:
  1.  Dem Einzelunterricht – Als Kern der künstlerischen Lehre bringt er enorme Verantwortung mit sich. Hier geht es um die Analyse der Einflüsse (vorteilhafter und unvorteilhafter Art) auf die Studierenden durch explizite Lehrinhalte und implizite Übertragung von Werten.
  2.  Der curricularen Ebene – Welche Möglichkeiten bestehen, die existierenden Studienstrukturen zu verbessern? Welche Potentiale bietet  überfachliche Zusammenarbeit (z.B. Musiktheorie und Hauptfach/Teamteaching etc.)?
Ziel des Seminars ist, bestehende und neue Praktiken zu reflektieren, in den Kontext der Studienstruktur zu stellen und methodische Optionen auf ihre individuelle Sinnhaftigkeit zu prüfen. Es orientiert sich an den individuellen Erfahrungen, Lehr- und Lernstrategien der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Musikhochschule im Kontext

Im Feld der Musik sind Musikhochschulen für den professionellen Nachwuchs zuständig und veranstalten eine große Anzahl eigener Konzerte. Somit haben viele der Veränderungen des Feldes Einfluss auf die Institution. Welche dies sein können und ob oder wie sie aufgegriffen und in die bestehenden Strukturen eingearbeitet werden können, wird gemeinsam erarbeitet und systematisiert. Das Themenspektrum reicht hier von der Diversifizierung von Musikerberufen über neue musikalisch künstlerische Ausdrucksformen zu aktuellen Entwicklungen in Konzertbusiness und Reformprojekten von künstlerischen Musikstudiengängen im internationalen Bereich.

Veränderungen gestalten

Wie gelingt es, gute Ideen tatsächlich umzusetzen? In jeder Organisation birgt die Veränderung des Status Quo Herausforderungen. Ziel des dritten Seminars ist es, die ganz spezifischen Konstellationen aus Strukturen und Personen, die zur Umsetzung des eigenen Projekts erforderlich sind, zu analysieren und geeignete Strategien zum Umgang mit ihnen zu erlernen. Praktische Übungen und analytisches Werkzeug zur Gestaltung von Veränderung und Umgang mit dem fachlich organisatorischen Umfeld stehen im Fokus.

Die Kunst der klassischen Musik

Klassische Musik wird auch heute noch als Inbegriff abendländischer Kunst verstanden. Interpreten sprechen ganz selbstverständlich über künstlerische Qualität und Identität. Dabei hat sich der Inhalt dieses Verständnisses über die Jahrhunderte immer wieder verändert und fordert so die Frage nach seiner heutigen Bedeutung geradezu heraus. Wovon ist also die Rede in einer Zeit in der bestmögliche Reproduktion des Originals als Kernaufgabe des Musikers gilt? Oder wann ist Interpretation Kunst? Welche Rolle spielen Musiker für die Gesellschaft? Wenn Kunst auch Risiko bedeutet, wo ist sie in unserem System zu finden?

Moderatoren/Gäste/Impulsgeber

Diese Köpfe bringen Sie weiter

  • Stephanie Müller-Otto – Lehren Netzwerk, Hochschuldidaktik – Hochschule für Medien Stuttgart
  • Thomas Rietschel – ehem. Präsident HfDKM Frankfurt/TAKE PART
  • Prof. Martin Tröndle – Würth Chair of Cultural Production, Zeppelin Univeristät Friedrichshafen
  • Prof. Dr. Wilfried Müller – ehem. Rektor Universität Bremen
  • Folkert Uhde – Konzertdesigner – Radialsystem V, Berlin
  • Albert Schmitt – Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
  • Steven Walter – Podium Festival Esslingen
  • Thomas Strücker – A&R Warner Music/ehem. Konzertdirektion Schmid
  • Lea Fink – Max Planck Institut für empirische Ästhetik/Musikvermittlerin
  • Christiane Iven – Professorin für Gesang, HfM München
  • Michael Müller – Schauspieler, systemischer Berater
  • N.N. – Impulsgeber internationale Musikhochschullehre

Weitere Impulsgeber werden nach Sichtung der Bewerberinteressen geladen.

Hintergrund

fM – Fachprogramm Musik: eine Synthese aus Concerto21 und Lehren

Das Engagement für künstlerisch interessante und publikumsrelevante klassische Musik ist seit vielen Jahren wichtiger Bestandteil der Aktivitäten der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
Concerto21 fördert Musiker und Festivalmacher, die bereits begonnen haben erfolgreich mit neuen Konzertformaten eine musikalische Karriere zu gestalten.

Kurzvideo zu beispielhaften Teilnehmern der letzten Jahrgänge: 

Mit Lehren steht das Fachprogramm Musik in einer Fördertradition exzellenter Universitätsangehöriger, die sich persönlich mit Entwicklungsvorhaben engagieren. Das Fachprogramm Musik orientiert sich an den langjährig erprobten Funktionsprinzipien von Lehren und ermöglicht der Musik eine völlig neue Sichtbarkeit neben den Universitäten und Fachhochschulen.

Weitere Informationen zu Concerto21 finden sie auch hier: http://www.toepfer-stiftung.de/concerto-21/

Kontakt

Lassen Sie sich mit Ihrem Vorhaben beraten

Lehren für Musik ist bislang einmalig – wir möchten Sie daher ausdrücklich ermutigen, sich mit Rückfragen an uns zu wenden. Bitte richten Sie sich gerne an:
Esther Bishop
Projektkoordinatorin
lehrehochn@toepfer-stiftung.de
Tel: 040 – 33 402 25