Die Idee

Lasst uns über Lehre und Hochschulentwicklung reden!

Lehre ist eine tragende Säule der Hochschulen. Sie ist die Stabübergabe an eine nächste Generation und das Fenster in die Zukunft. Wie in der Forschung gedeiht auch die Entwicklung in der Lehre in Netzwerken und im fachlichen Austausch der scientific communities.

An den deutschen Hochschulen gibt es zunehmend Beispiele guter Praxis für Lehre, fachbezogene Lehrentwicklung, ein lehrbezogenes Hochschulmanagement und hochschuldidaktische Qualifizierung. Die Aufmerksamkeit für die Lehre ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, aber Impulse und wettbewerbliche Mittelvergabe reichen nicht aus, um einen dauerhaften Prozess der Qualitätsentwicklung in der Lehre zu initiieren.

Das Bündnis für Lehre richtet sein Augenmerk auf diejenigen, die Lehre gestalten, auf ihr konkretes Arbeitsumfeld, in dem sich Ideen an ihrer Umsetzung messen lassen müssen. Lehren holt engagierte Akteure fach- und hochschulübergreifend an einen Tisch, stellt sie ins Zentrum, begleitet ihr Wirken und stärkt die „Community of Professionals“.

Unser Ansatz versteht Lehrentwicklung als dezentrale Prozesse, die aus einem Zusammenwirken von Basis und Leitung wachsen. Für eine langfristig angelegte dynamische Weiterentwicklung von Studium und Lehre sowie für die zukünftige Entwicklungsfähigkeit „von innen“ im System Hochschule halten wir ein solches Netzwerk von ausgewählten Professionals für zentral. Es ist eine Keimzelle für eine zukünftige hochschulübergreifende, auf Fragen der Lehre bezogene Informations-, Austausch- und Beratungskultur von Hochschulangehörigen zu Hochschulangehörigen.

Förderer und Kooperationspartner

Hochschullehre ist eine gemeinsame Aufgabe

Die Alfred Toepfer Stiftung, die Joachim Herz Stif­tung, die NORDMETALL-Stiftung, der Stifterverband und die VolkswagenStiftung haben bereits für den Zeitraum 2012-2016 „Lehren - Das Bündnis für Hochschullehre“ aufgebaut, um Akteure der Lehr­ent­wicklung weiterzubilden, in den Austausch zu bringen und Transfer zu be­glei­ten. Es wurden Austauschformate erprobt und mit wissenschaftlicher Be­gleit­­­forschung weiterentwickelt. Für den Zeitraum 2017-2020 erhält Lehren eine substanzielle Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie den Kooperationspartnern und ist damit gemeinschaftlich gefördert aus privater und aus öffentlicher Hand.

Lehren ist eine Gemeinschaftsinitiative von

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Die Kooperationspartner im Bündnis für Hochschullehre sind auf vielfältige Weise dauerhafte Förderer der Wissenschaft. Sie agieren aus verschiedensten Perspektiven und mit eigenen Ressourcen. Das birgt für Hochschulen die Chance, in Kooperation andere Wege zu erproben. Im Bündnis Lehren führen die beteiligten Förderer ihre Erfahrungen zur Hochschullehre zusammen.


Ziele

Lehre im Fokus

Engagierte Akteure stärken
Die Gestaltung der Hochschullehre ist bestimmt von persönlichen Haltungen, von Kompetenzen, Bildungsentwürfen, von Lehr- und Lernkonzepten. Die Lehre wird beeinflusst von den Strukturen und finanziellen Bedingungen der Hochschulen, von der herrschenden Lehrkultur des Fachs, vom Curriculum, von Modulhandbüchern, Prüfungsplänen . . . Dahinter stehen immer Menschen, die Ideen in den komplexen Rahmenstrukturen in konkretes Handeln übersetzen. Lehren richtet sich an diese Akteure. Die Programmteilnehmenden reflektieren die lehrbezogenen Rahmenbedingungen ihrer Hochschule bzw. disziplinäre Rahmenbedingungen und erweitern die eigenen Handlungsspielräume.

Gute Praxis und Transfer begleiten
Lehren stellt die Erfahrungen, das Wissen und die Praxis der Akteure an den Hochschulen in den Mittelpunkt. Die Programme begleiten die Entwicklung exemplarischer Lehrvorhaben und etablieren kollegiale Beratungskreise für einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren. Die Teilnehmenden werden bei der nachhaltigen Umsetzung, bei der Weiterentwicklung und dem Transfer ihrer Studienreformprojekte durch Reflexion der Konzeption und Handlungskonstellationen, sowie durch (Peer-)Feedback und durch kollegiale Beratung aus verschiedenen Perspektiven (Leitung/Lehre/Didaktik) unterstützt. Gemeinsame Basis der Zusammenarbeit sind Aufmerksamkeit für den Einzelnen und das gegenseitige Verständnis für fachspezifische Entwicklungsmöglichkeiten, für unterschiedliche Berufsrollen und Verantwortungsbereiche.

Exzellenz-Netzwerk zu lehrbezogener Hochschulentwicklung bilden
Für eine langfristig angelegte dynamische Weiterentwicklung von Studium und Lehre sowie für die zukünftige Entwicklungsfähigkeit „von Innen“ im System Hochschule halten wir ein Netzwerk von ausgewählten Hochschulangehörigen für zentral. Lehren bildet einen Ausgangspunkt für eine zukünftige hochschulübergreifende, auf Fragen der Lehre bezogene, Informations-, Austausch- und Beratungskultur von Hochschulangehörigen zu Hochschulangehörigen. Aus dem Netzwerk werden erfolgreiche Konzepte, Arbeitsformen und Strategien der Lehrentwicklung verbreitet.

Zielgruppen

Dann sind Sie bei uns richtig …

Denken Sie über Ihre Lehre nach? Haben Sie gerade ein Amt in der Hochschulleitung übernommen? Unterstützen Sie Lehrentwicklung an Ihrer Hochschule?

Die Programme von Lehren richten sich an Hochschulangehörige in leitenden Funktionen, die Hochschullehre gestalten. Studierende werden gezielt einbezogen. Die spezifischen Zielgruppen entnehmen Sie bitte den jeweiligen Programmen und Ausschreibungen.

Beirat

Beirat und Begleitforschung

Der Beirat für die Arbeitsphase 2017-2020 befindet sich im Aufbau.

 


Die wissenschaftliche Begleitforschung der Lehren Programme 2012-2016 war im Auftrag und mit Förderung der VolkswagenStiftung vergeben an:
Das Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität St. Gallen
Begleitforschungsteam: Dr. Tobias Jenert (Projektleitung), Prof. Dr. Taiga Brahm, Prof. Dr. Dieter Euler.

2015 Begleitforschung Executive Summary.

Wenden Sie sich gerne an uns, wenn Sie ausführlichere Berichte und Ergebnis erhalten möchten.


 

In der Arbeitsphase 2012-2016 wurde das Bündnis Lehren von folgendem Fachbeirat beraten:

Prof. Dr. Karin Donhauser
(Humboldt-Universität zu Berlin, Fach: Geschichte der deutschen Sprache)
Prof. em. Dr. Ludwig Huber
(ehem. Universität Bielefeld, Fach: Pädagogik/Wissenschaftsdidaktik)
Prof. Dr. Ute von Lojewski
(Rektorin der Fachhochschule Münster, Fach: Betriebswirtschaftslehre)
Prof. Dr. Wilfried Müller
(ehem. Rektor der Universität Bremen, ehem. Vizepräsident der HRK, Fach: Chemie, Sozialwissenschaft)
Prof. Dr. Martina Roes
(Standortsprecherin und Gruppenleiterin Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in der Helmholtz-Gemeinschaft, Witten)
Prof. Dr. Albrecht Wagner
(ehem. Vorsitzender des DESY Direktoriums, Fach: Physik)