Programme

Lehrentwicklung unter Dach und Fach stellen 

Mit einem Dach und dem nötigen Fachwerk wird das stabile Haus gebaut, d.h. Lehrentwicklung ist eine organisationale Aufgabe und zugleich eine  Aufgabe innerhalb der Fachkultur. Wir folgen diesem Bild in der Bezeichnung der zwei Programmzugänge zur Bildung der Community of Professionals.

Lehren kombiniert zwei komplementäre Ansätze: Zum einen betrachten wir Hochschulen als Organisationen und befassen uns mit der Frage, welche Handlungskonstellationen in der Organisation Hochschule gebildet werden können und müssten, um der institutionellen Verantwortung für die Lehre Rechnung zu tragen. Zum anderen betrachten wir Hochschulen als einen eher losen Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die vornehmlich in ihrer jeweiligen Disziplin verankert sind. Lehre wird hier innerhalb der Fachkultur weiterentwickelt. Beide Ansätze verschränken sich produktiv. Tatsächlich sind disziplinäre Prägungen, fachspezifische Lehrverständnisse, Traditionen und sogar sprachliche Konventionen entscheidend dafür, ob und wie Lehrinnovationen angenommen werden. Zugleich sind ein überfachlicher Gesamtüberblick und ein umfassendes Verständnis für die organisationalen Charakteristika an Hochschulen unerlässlich für das Gelingen und für eine langfristige Verankerung von Studienreformprojekten. Daher arbeitet Lehren mit zwei Zugängen, dem Dachprogramm und dem Fachprogramm.

Dachprogramm

Hochschullehre gemeinsam gestalten

Das Lehren Dachprogramm konzentriert sich mit einem überfachlichen Ansatz auf Organisationsentwicklung und lehrbezogenes Veränderungsmanagement zur Gestaltung von Lehr-/Lernstrukturen und -kulturen. Es bringt Personen aus Hochschulleitung, Hochschullehre, Hochschuldidaktik und Hochschulmanagement in einen intensiven Dialog über Lehre.
Die Teilnehmenden bauen durch multiperspektivisches Lernen untereinander in der Teilnehmergruppe ihre strategische Handlungsfähigkeit aus. Das macht sie erfolgreicher darin, ihre konkreten Lehrentwicklungsansätze nachhaltig in den Hochschulstrukturen zu verankern und auch zu transferieren.


Zielgruppen des Lehren Dachprogramms
Professorinnen und Professoren, die sich über die einzelne Lehrveranstaltung hinaus mit der Weiterentwicklung der Lehre an ihrer Hochschule befassen,
Personen aus der Hochschulleitung und aus leitenden Funktionen im Bereich Studium und Lehre,
Personen aus Hochschuldidaktik und lehrbezogenen Entwicklung an Hochschulen.

Im Zeitraum 2010-2016 wurden die Vorläufer dieses Programms bereits viermal umgesetzt und gemeinsam mit der wissenschaftlichen Begleitforschung weiter entwickelt. Teilnehmende der bisherigen Programme finden Sie in der Community of Professionals.
Publikationen zum Programm lassen wir Ihnen gerne zukommen.

Dies sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Dachprogramms 2020.


Teilnehmerkreis:
32 Personen (nach Möglichkeit je 10 Personen aus Hochschulleitung, Hochschullehre und Hochschuldidaktik/-management).


Dauer:
1 Jahr, 5 Workshops,  je 2,5 Tage.


Ort:
Tagungsschloss Hasenwinkel (bei Wismar).

 

Fachprogramm

Lehrentwicklung als Aufgabe innerhalb der Fachkultur

Das Lehren Fachprogramm konzentriert sich auf disziplinenspezifische Herausforderungen in der Lehre, die gemeinsam analysiert und bearbeitet werden. Die Teilnehmenden bringen ihre eigenen Lehrprojekte mit, so dass allgemeine Problemstellungen an konkreten Beispielen sichtbar und lösbar werden. Durch Impulsvorträge, Workshops und kollegiale Beratung entwickeln die Teilnehmenden ihre eigene Lehre weiter. Sie werden zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für gute Lehre an ihren Hochschulen. Im Fokus steht deshalb auch der Transfer der Studienreformprojekte in die Regellehre.

Zielgruppen des Lehren Fachprogramms

Lehrende, die ein innovatives Lehrprojekt planen oder bereits umsetzen. Team-Bewerbungen (2-3 Personen) sind möglich.

Das Lehren Fachprogramm 2020

Fachgruppe: Sozial-/Gesellschaftswissenschaften (und Kooperationspartner)
Themenschwerpunkt: Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Transformation lehren und lernen

Nachhaltigkeit ist eine drängende gesellschaftliche Aufgabe. Auch Hochschulen sind gefordert, sich mit den damit verbundenen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Für ihre Bewältigung werden die Expertisen unterschiedlicher Fachgebiete benötigt. Die Sozialwissenschaften sind der Dreh- und Angelpunkt, wenn es darum geht, wie die gesellschaftliche Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft gelingen kann. Bei Themen der Nachhaltigkeit ist nicht nur – wie in den Sozialwissenschaften üblich – die Beobachtung und Analyse gesellschaftlicher Phänomene gefordert, sondern auch die Gestaltung möglicher nachhaltiger Zukünfte. Diese Perspektive wirft im Kontext der Hochschullehre die Frage auf, wie Studierende zu Gestalterinnen und Gestaltern von morgen befähigt werden können.

Wir fragen: Was bedeuten Nachhaltigkeit und Transformation im Kontext der Hochschullehre? Wie können Nachhaltigkeitsthemen in die Lehre eingebunden werden? Welche didaktischen Ansätze gibt es? Wie können wir diese weiterentwickeln? Wie lassen sich institutionelle Hürden überwinden?

Das sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachprogamms 2020.


Teilnehmerkreis:
Bis zu 20 Personen einer Fachgruppe, als Einzelpersonen oder in Teams von 2-3 Personen.


Dauer:
1 Jahr, 4 Workshops,  je 2,5 Tage.


Ort:
Online (Corona-bedingt) / Seminarzentrum Gut Siggen.

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Ranga Yogeshwar, zusammen mit dem Lehren Kolleg 2013, zeigt Wege zur aktivierenden Vermittlung von Mathematik in der Ingenieurausbildung auf.

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Die Fachgruppe Geisteswissenschaften 2017 hat diesen Film zur Lehre als Projektarbeit erstellt.

Weiterführende Materialien

Broschüre Mathematik in der Ingenieur­aus­bil­dung
(PDF-DOWNLOAD zur Fachgruppe 2013 „Mathematik in der Ingenieur­aus­bil­dung”

„Schöner Lehren”, das Magazin zur Fachgruppe 2015 „Sprach- und Literaturwissenschaften, Geschichtswissenschaften”  ist nicht mehr lieferbar.

“Strategien für die Lehre” – Handlungsleitende Empfehlungen aus dem Expertennetzwerk Lehren. Die Broschüre kann bei uns angefordert werden.

“Exzellente Lehre braucht Netzwerke!” Stellungnahme des Expertennetzwerks Lehren.